"Dunkle Anfänge“

Die Wurzeln des Tambourcorps Olpe reichen bis in das Jahr 1910. Damals wurde ein Trommler- und Pfeiffercorps des Turnvereins gegründet. Es gab jedoch zu dieser Zeit offensichtlich noch weitere Gruppen, die sich der Spielmannsmusik widmeten. In einem Bericht zur 600-Jahrfeier der Stadt Olpe – erschienen am 15.Juli 1911 im Sauerländischen Volksblatt – heißt es u.a.:“Zwei Herolde bildeten die Spitze, dann kam das Trommler- und Pfeiferkorps der Freiwilligen Feuerwehr und die eine Hälfte der Militärmusik des Inf.Rgts. Nr.30. Es folgte das Stadtverordnetenkollegium. Als Vertreter des uralten heimischen Bergbaus trat dann eine Gruppe Bergknappen auf, denen sich der von den Industriellen gestellte Wagen mit der Darstellung der Verleihung der Stadtrechte an das damalige Dorf Olpe anschloß. Eine Gruppe Hammerschmiede verkörperte die älteste einheimische Industrie. Dann kam der älteste Olper Verein, die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft, seine Entwicklung durch die verschiedenen Zeitalter durch Gruppen zu Fruß darstellend.“Hinter dem Trommler-und Pfeiferkorps des Kriegervereins und der anderen Hälfte der Regimentsmusik marschierte sodann ein Fähnlein kurkölnischer Musketiere in ihren schmucken weißen Uniformen und mit prächtigen langen gepuderten Zöpfen. Gepanzerte „Pappenheimbsche Reuter“ waren es wohl, die hinter ihnen ritten. Beide Gruppen stellte der Kriegerverein.“

Der Erste Weltkrieg beendete jedoch bereits 1914 das junge Vereinsleben dieser Gruppen. In den zwanziger Jahren wurde erneut ein Trommler- und Pfeiferkorps gegründet und dem Kriegerverein angeschlossen. Aber auch dieses Korps hatte keinen dauerhaften Bestand. Das Trommler- und Pfeifferkorps der Hitlerjugend – geleitet vom Spielmannszugführer Rudi Hundt – mußte ebenfalls wegen des Zweiten Weltkrieges seine Aktivitäten einstellen.

Obwohl sich also in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts immer wieder Olper Musiker der Spielmannsmusik widmeten, läßt sich mangels schriftlicher Quellen bisher leider keine kontinuierliche Vereinsentwicklung aus dieser Zeit aufzeigen.

 

 

 

Die Zeit von 1949 bis 1973

(Spielmannszugführer: Rudi Hundt)

Im Herbst 1949 beginnt dann die Geschichte des heutigen Tambourcorps Olpe. Am 3. November 1949 fand die erste Besprechung der am Flöten und Trommeln Interessierten statt. Die Leitung des neuen Corps übernahm der heutige Ehrentambourmajor Rudi Hundt. Um die ersten finanziellen Schwierigkeiten zu überbrücken, wurde von Rudi Hundt und seinen Kameraden eine Haussammlung durchgeführt. Vom Erlös konnten dann die ersten Instrumente gekauft werden: 4 Trommeln, 12 Flöten und ein Tambourstab.Nach dem Anschluß an die Freiwillige Feuerwehr Olpe stellte die Stadt Olpe die alte Volksschule am Markt als Übungsraum zur Verfügung. Hier konnten jedoch nur fünf Übungsstunden durchgeführt werden, da die Anwohner sich über den Lärm beschwerten. Nach einigen Übungsstunden im Kokskeller des Gymnasiums erhielt Rudi Hundt 1950 vom damaligen Schützenmajor die Erlaubnis, im alten Café auf dem Schützenplatz zu proben. Für die Beheizung mußte selbst gesorgt werden:
Jeder Aktive hatte zur Probe 4 Briketts von zu Hause mitzubringen!.

Der erste öffentliche Auftritt des Corps fand statt, als die Feuerwehrkalle 1950 bei ihrer Rückkehr aus Kerkrade (Musikolympiade) am Bahnhof abgeholt und zum Schwanensaal gebracht wurde. Der Auftritt fand noch in geliehenen Uniformen statt. Im gleichen Jahr wurde außerdem zum erstenmal auf den Schützenfesten in Rhode, Rüblinghausen und Olpe mitgewirkt.

Im Jahre 1953 erhielten die Spielleute die Möglichkeit, in der Turnhalle der neuen Hohenstein-Schule zu proben. Nach der Fertigstellung des Feuerwehrhauses fanden ab 1955 dort die Proben statt. Die unermüdliche Arbeit des Corpsführers Rudi Hundt und seiner Musiker wurde schon bald belohnt. Am 19.4.1954 errang man auf einem Wettstreit in Rübenach außer zwei ersten Preisen auch den Wanderpokal. Auf den Wettstreiten in Horchheim am 8.5.1955 und in Altenhundem am 15.5.1955 wurden die guten Leistungen durch mehrere erste Preise bestätigt. Auf vielen Schützenfesten in der näheren Umgebung erfreute das Corps die Bevölkerung durch eine zünftige Marschmusik. Zwei Ausflüge in dieser Zeit trugen erheblich zur Förderung der Kameradschaft bei: Die Fahrt zum Winzerfest in Ahrweiler 1955 und ein zweitägiger große Moselausflug 1958.
Im Herbst 1959 trennte sich der Spielmannszug von der Freiwilligen Feuerwehr Olpe.

Das schon immer gute Verhältnis zum Schützenverein Olpe führte am 1.Oktober 1960 zum Anschluß des Spielmannszuges an den Schützenverein. Der Verein wurde finanziell selbständig und trat zum Jubiläumsschützenfest 1961 im grünen Rock des St. Sebastianus-Schützenvereins an die Öffentlichkeit.Die Proben fanden nun regelmäßig auf dem Schützenplatz statt. Auf den Schützenfesten der Umgebung wurde das Corps zu einem nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil.

Von 1970 – 72 mußten die Proben vorübergehend in als alte Exerzitienhaus des Mutterhauses (heute Altes Lyzeum) verlegt werden, da der Schützenplatz umgebaut wurde. Am Schützenfestfreitag 1972 überreichte dann Schützenmajor Josef Kraft dem Corpsführer Rudi Hundt den Schlüssel zum neuen (eigenen) Übungsraum auf dem Schützenplatz. In harter Arbeit und mit viel Einsatz wurde der Übungsraum dann zu einem echten „Schmuckstück“ des Olper Schützenplatzes. Im gleichen Jahr wurden neue Uniformen und Instrumente angeschafft. Am 3. November 1973 legte auf der Generalversammlung des Corps der 1. Vorsitzende und Tambourmajor Rudi Hundt aus gesundheitlichen Gründen seine Ämter in jüngere Hände. Er hinterließ als „Lebenswerk“ einen in vieler Hinsicht gefestigten Verein, in dem Kamerdschaft und Geselligkeit ebenso ihren Platz hatten wie der Wunsch, ansprechende Musik hervorzubringen.
In Anerkennung seiner Verdienste um den Spielmannszug Olpe wurde Rudi Hundt einstimmig zum Ehrentambourmajor des Corps ernannt.

 

 

 

 

Die Zeit von 1973 bis 1980

(1. Vorsitzender: Hans-Günter Eggemann, Tambourmajor: Hermann Rullich)

Nach dem Führungswechsel versuchte der neue Vorstand des Corps mit viel Schwung, das begonnene Werk nicht nur zu erhalten, sondern noch weiter auszubauen. Am 4.Dezember 1974 wurde eine neue Satzung verabschiedet, die den gesteigerten Ansprüchen an ein modernes Vereinsleben Rechnung trug. Das Repertoire wurde erheblich erweitert. Neben der traditionellen Marschmusik wurden auch konzertante Formen einstudiert. Beim Rosenmontagszug 1975 in Schönau wurden erstmals auch karnevalistische Stücke vorgetragen. Ebenfalls 1975 wurde das Eintrittsalter auf 12 Jahre gesenkt. Die jungen Aktiven sorgten mit ihrem Ausbilder Heinz Heider für frischen Wind im Verein. Der erweiterte 5-stimmige Flötensatz mit den Alt- und Tenorflöten steigerte das Niveau erheblich.

Der Beitritt zum Deutschen Volksmusikerbund (1975) führte dazu, daß wieder mehr Verbindungen zu anderen Spielmannszügen angeknüpft wurden. Die Teilnahme an den Freundschaftstreffen in Kirchveischede, Elspe, Kirchhundem, Oberelspe, Dünschede, Altenhundem und an den Kreismusikfesten in Gerlingen und Altenhof sind hier ein Beweis. Erster Höhepunkt dieser Entwicklung war das Kreismusikfest 1979 in Olpe, das vom Tambourcorps Olpe aus Anlaß des 30-jährigen Bestehens gefeiert wurde:

„Am Pfingstsamstag, dem 2.Juni 1979 versammelten sich 16 Spielmannszüge und Musikvereine am Rathaus und zogen dann in einem farbenprächtigen Festzug zur Bleichewiese. Dort dirigierte Tambourmajor Hermann Rullich den Massenchor beim „Mars der Medici“. Unter der Leitung von Ehrentambourmajor Rudi Hundt wurde anschließend gemeinsam der Marsch „Preußens Gloria“ intoniert. Nach dem Einmarsch in die Olper Stadthalle zeigten die Gastvereine im Bühnenspiel ihr Können. Am Abend ging es mit der Tanzkapelle des Musikvereins Neuenkleusheimweiter, die bis in den Morgen zum Tanz aufspielte.“

Während in den ersten Jahrzehnten der Vereinsgeschichte die meisten Auftritte bei den Schützenfesten im Olper Raum stattfanden, kamen nun viele weitere musikalische Aktivitäten hinzu.

– Bei den Platzkonzerten des Verkehrsvereins Olpe wirkte das Corps regelmäßig mit, vor allem bei der Volkswanderung am Pfingstmontag und und bei den Lampion- und Grillfesten.

– An den Karnevalszügen in Schönau beteiligte man sich von 1975 bis 1986 und in Köln-Holweide am „Veddelszug“ von 1978 bis 1988.

– Am 25.Mai 1980 gab das Corps ein Frühschoppenkonzert zum Waldfest der Bürgergesellschaft auf dem Gallenberg.

– Am 18.November 1978 führte das Corps aus Anlaß des Volkstrauertages erstmals nach 13 Jahren in Rehringhausen wieder den „Großen Zapfenstreich“ auf. 1979 führte man dieses klassische Gemeinschaftswerk für Spielmannszug und Blasorchester in Lütringhausen und 1980 gleich zweimal auf (beim Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Olpe und beim Bundesschützenfest des Sauerländer Schützenbundes in Olpe).

– Im historischen Festzug am 8.Juni 1980 beim 100-jährigen Jubiläum der Feuerwehr Olpe trat man in schmucken historischen Uniformen an die Öffentlichkeit.

– Das Bundesschützenfest in Velmede-Bestwig 1977 besuchte das Corps zusammen mit dem Vorstand des Olper Schützenvereins und den großen Festzug beim Bundesschützenfest in Olpe 1980 führte das Tambourcorps Olpe an.

– Am 12. November 1977 hatte das Tambourcorps alle ehemaligen Aktiven zu einem Kameradschaftsabend eingeladen. Viele der „Veteranen“, zahlreiche Gründungsmitglieder mit Ehrentambourmajor Rudi Hundt an der Spitze tauschten erfreut alte Erinnerungen aus und ließen sich durch die Jugendgruppe des Corps musikalisch unterhalten. Einige der Ehemaligen griffen bei diesem „Veteranentreffen“ sogar selber nochmal zum Instrument.

Zahlreiche passive Vereinsfreunde werden Jahr für Jahr durch Ständchen bei entsprechenden „runden“ Festen geehrt.

 

Kameradschaft und Geselligkeit wurden im Spielmannszug seit jeher groß geschrieben. Seit 1974 führt man alle zwei Jahre mehrtägige Ausflüge durch (z.T. verbunden mit musikalischen Einsätzen):

– 1974 mit Bahn und Schiff nach Kopenhagen

– 1976 nach Schlitters im Zillertal (hierbei gab es u.a. ein großes Konzert gemeinsam mit der Bundesmusikkapelle Schlitters)

– 1978 nach Schlitters im Zillertal

– 1980 nach Mittelberg im Kleinen Walsertal (verbunden mit mehreren Platzkonzerten)

– Am 15. Juni 1980 führte ein Tagesausflug zum befreundeten Spielmannszug nach Dinslaken, wo das Corps an einem typischen Bergmannsfest des dortigen Knappenvereins teilnahm.

Am 13. Dezember 1980 legte Hermann Rullich aus beruflichen Gründen die Stabführung nieder. In seiner Abschiedsrede ließ Hans-Günter Eggemann das musikalische Wirken von Hermann nochmals Revue passieren: Er war von 1954 an als Trommler im Verein aktiv gewesen. Er wurde dann Stimmführer, Vorstandsmitglied, Kassierer, stellv. Corpsführer und war seit 1973 Tambourmajor. Sein Nachfolger wurde der bisherige Ausbilder Heinz Heider.

 

 

 

 

Die Zeit von 1980 bis 1993

(1. Vorsitzender: Hans-Günter Eggemann, Tambourmajor: Heinz Heider)

Unter der neuen musikalischen Leitung behielt das Corps bewährte Traditionen bei, setzte aber auch neue Akzente. Ein vereinsinterner Notenlehrgang sicherte die musikalische Grundausbildung. Am 5.April 1981 besuchte man erstmals ein Kritikspiel des Deutschen Volksmusikerbundes in Meggen. Wertungsrichter Musikdirektor Friedrich Deisenroth bescheinigte dem Corps, einen guten Eindruck hinterlassen zu haben und empfahl, „auf dem erkennbar zielbewußt eingeschlagenen Weg weiter zu arbeiten“.

Dieser Rat eines anerkannten Fachmannes wurde in der Folgezeit in die Tat umgesetzt. Bei den Bühnenspielen werden nunmehr Notenständer eingesetzt, um das stupide Auswendiglernen zu vermeiden. So konnten die Sicherheit im musikalischen Ausdruck und die Mehrstimmigkeit verbessert werden. Als weiteres neues Instrument im Spielmannszug wurde die Diskantflöte eingeführt, so daß jetzt mit 6-stimmigem Flötensatz gespielt werden konnte. Die alten Marschtrommeln wurden durch voller klingende Paradetrommeln ersetzt. Moderne Rhythmusinstrumente (Schellenring, Rumbakugeln u.ä.) wurden bei den folkloristischen Stücken zur Normalität.

Das Repertoire wurde erheblich erweitert. Ein Schwerpunkt war außer den konzertanten und modernen Stücken der Rückgriff auf originalgetreue, historische Pfeifermelodien. Das Corps bemühte sich hierbei, die historischen Weisen mit dem modernen Instrumentarium wieder lebendig zu machen und damit das alte Kulturgut der Spielmannsmusik zu erhalten. Am 1.April 1984 stellte man sich u.a. mit einer selbstbearbeiteten, historischen Marschfolge erneut einem Wertungsgericht. Die Wertungsrichter Hans Kolditz und Helmut Nolinski bezeichneten das Vortragsstück als „wirkliche Bereicherung und Paradestück für die Spielmannsmusik“.

Eine neue „alte“ Sparte im Spielmannsbereich ist das „Spiel in kleinen Gruppen“. Dabei werden Musikstücke 4/5-stimmig gespielt, wobei jede Stimme solistisch besetzt ist. Hier betätigen sich zahlreiche jüngere Aktive vor allem bei der jährlichen Nikolausfeier. Der Vortrag von getragenen deutschen Weihnachtsliedern gehört ebenso dazu wie das Spielen von rhythmisch lebendigeren anglo-amerikanischen Weisen.

Am 4.September 1988 beteiligte sich das Corps an einem Wettstreit bei der Nachtwache Gilde Berg in Holland. In der Int. Gästeklasse wurde hier der 1.Preis errungen. Die war für alle Aktiven eine schöne Belohnung für die vorangegangene, intensive Probenarbeit.

Ein weiterer Höhepunkt dieser Phase der Vereinsgeschichte war das 1. Olper Stadtmusikfest am 6.Mai 1989 anläßlich des 40-jährigen Vereinsjubiläums:

„Am Samstag, dem 6.Mai 1989 versammelten sich 18 musiktreibende Vereine (Spielmannszüge, Musikvereine, die Halbmondbläser des Deutschen Brackenclubs mit ihren Hunden und ein Fanfarenzug) am Rathaus und zogen dann in Zweiergruppen über die Kölner Straße und die Kurfürst-Heinrich-Straße zum Krankenhaus. Dort stellte sich jeder Marschblock musikalisch kurz vor. Danach marschierten die Musiker über die Josefstraße und die Martinstraße zur Bleichewiese und nahmen Aufstellung zum Massenchor unter der Leitung von Tambourmajor Heinz Heider: Zuerst trugen die Musikvereine den Marsch „Fridericus-Rex“ vor, danach die Spielmannszüge den „Malena-Marsch“ und zum Schluß alle gemeinsam den Marsch „Preußens Gloria“. Nach dem Einmarsch in die Olper Stadthalle zeigten die Gastvereine im Bühnenspiel ihr Können. Am Abend ging es mit der Big Band des Franziskus-Gymnasiums weiter mit Tanz- und Unterhaltungsmusik bis in die frühen Morgenstunden.“


Die einstudierten Werke aus den verschiedenen Epochen der Spielmannsgeschichte wurden zu den unterschiedlichsten Anlässen vorgetragen:

– Die Schützenfeste in Berlinghausen, Thieringhausen, Lütringhausen, Rehringhausen und Rüblinghausen werden regelmäßig besucht. Seit 1985 spielt das Corps auch auf dem Schützenfest in Frenkhausen und seit 1992 auf dem Schützenfest in Altenhof. Von 1983 – 1985 wirkte der Verein beim Schützenfest in Bergneustadt mit. Einzelne Auftritte in Neger (1981), Welschen-Ennest (1983), Drolshagen (1986), Hillmicke (1989/90) und Saßmicke (1992) kamen hinzu. Die Mitwirkung beim Olper Schützenfest ist eine Selbstverständlichkeit.

– Seit 1991 gestaltet das Tambourcorps die tradtionelle Ordensübergabe des Olper Schützenkönigs an Fronleichnam im Speisesaal auf dem „Ümmerich“.

– Zusammen mit dem Olper Schützenvorstand besuchte man die Jubiläumsschützenfeste in Rhode, Meinerzhagen, Wenden, Attendorn, Gerlingen,Iseringhausen, Neuenkleusheim, Heggen und Oberveischede.

– Bei den Kreisschützenfesten in Ostentrop (1981), Lenhausen (1985), Drolshagen (1988) und Heggen (1991) war das Tambourcorps ebenfalls aktiv.

– Die Teilnahme an den Bundesschützenfesten des Sauerländer Schützenbundes in Körbecke (1983), Medebach (1986), Anröchte (1989) und Belecke (1992) gehört ebenso zum „normalen“ Programm.

– Beim Bundesköniginnentreffen der Historischen Schützenbruderschaften in Wenden (1987) sorgte man für den richtigen Takt im Festzug.

– Am 24.September 1989 nahm der Spielmannszug zusammen mit dem Vorstand des Schützenvereins Olpe am Europaschützenfest in Valkenburg (NL) teil.

– Auch die Verbindungen zu anderen Spielmannszügen und Musikverein wurden weiter gepflegt. Die Freundschaftstreffen in Plettenberg, Bamenohl, Halberbracht, Helden, Oberelspe, Altenhundem, Wenden, Dünschede, Heggen, Elspe und das Musikfest in Neuenkleusheim belegen dies.

– Falls möglich, besucht das Corps auch die Kreismusikfeste des Volksmusikerbundes: Olpe (1982), Meggen (1983), Elspe (1986), Iseringhausen (1989) und Rehringhausen (1990).

– Beim Trommler- und Pfeiferkorps 1928 Heinsberg-Eschweiler e.V. war man am 17.September 1988 zu Gast: Das besondere hierbei war, daß der gastgebende Verein einen Gottesdienst musikalisch gestaltete – eine für Spielmannszüge nicht unbedingt übliche, aber gelungene Darstellungsform. Das Tambourcorps Olpe übte sich in dieser geistlichen Stilrichtung ebenfalls, und zwar bei der Primiz des passiven Mitglieds Günter Kischkewitz im Jahre 1988.

– Zu herausragenden Auftritten sind inzwischen die „Großen Zapfenstreiche“ geworden, insbesondere zusammen mit dem Musikzug der Freiw. Feuerwehr Olpe. Beim Feuerwehrjubiläum (1982), beim Turnverein Olpe (1986), auf dem Sängerfest in Lantenbach (1987), auf dem Schützenfest in Frenkhausen (1987), zum Volkstrauertag in Rehringhausen (1987), bei der Verabschiedung des Olper Stadtdirektors Dr. Elbers (1988), In Iseringhausen und Drolshagen (1989), Bei der Bundesausscheidung der Feuerwehren in Olpe (1992) und in Rüblinghausen (1992) zeigte sich die eindruckvolle Wirkung dieses traditionellen Werkes.

– Viel Spaß gibt es jedes Jahr bei den Karnevalsauftritten . 1981 wirkte man beim Bürgerball in Olpe mit und von 1984 – 1988 beim Ball der Kolpingfamilie. Bis 1986 beteiligte sich das Corps am Rosenmontagszug in Schönau und bis 1988 am „Veddelszug“ in Köln-Holweide. Seit 1988 gestaltet man den Umzug der Drolshagener Weiber mit und seit 1990 ist der Spielmannszug in Köln-Höhenhaus beim „Veddelszug“ am Karnevalssonntag mit dabei. 1991 fand wegen des Golfkrieges kein Karnevalsauftritt statt.


Bei besonderen Anlässen innerhalb der Stadt Olpe wirkt das Tambourcorps des St. Sebastianus-Schützenvereins Olpe ebenfalls mit:

– Die Einweihung des Pannenklöpper-Denkmals auf dem Marktplatz (1982) umrahmte man zunftgerecht mit der Amboßpolka – ein Auftritt, der auch im Fernsehen zu bewundern war.

– Bei der Eröffnung des Kreuzbergstadions (1984) marschierte das Corps zusammen mit dem Musikzug der FFW Iseringhausen auf. Die SpVg Olpe unterstützte man ebenfalls 1986 und 1989.

– Ebenfalls 1984 eröffnete das Tambourcorps Olpe die Muggelkirmes der St. Martinus-Gemeinde auf dem Marktplatz in Olpe.

– Im Jahre 1985 unterstützte der Spielmannszug das Rote Kreuz beim Festzug zu dessen Jubiläum.

– Beim Kommersabend zum Stadtjubiläum 1986 in der Stadthalle Olpe führte das Corps u.a. gemeinsam mit dem Musikzug der FFW Olpe und dem MGV Cäcilia den Marsch „Frei weg“ auf.

– Im gleichen Jahr war das Corps erstmals auch an der Erstellung einer Schallplatte mit den traditionellen Stücken des Olper Schützenfestes beteiligt.

– Für den Verkehrsverein Olpe tritt man regelmäßig bei der Pfingstwanderung zum Großen Platzkonzert an. Auch zu den Grillfesten 1981 und 1987 unterstützte man das heimische Gastgewerbe.

– Den Rettungsdienst unterstützte man durch ein Konzert im Jahre 1991.


Natürlich wurden auch Kameradschaft und Geselligkeit im Verein nachhaltig gepflegt:
Mehrtägige Ausflüge sorgten für den kameradschaftlichen Zusammenhalt:

– Zell-Weierbach im Schwarzwald (1982) mit einem großen Frühschoppenkonzert in der Abtsberghalle,

– Konstanz am Bodensee (1985),

– Schlitters im Zillertal (1987) mit Platzkonzerten für den Verkehrsverein,

– Lüneburger Heide mit Fahrten nach Bremen, Helgoland und Hamburg (1989),

– Dingolfing mit Konzerten bei BMW und dem Oktoberfest (Kirta) in Dingolfing (1991),

– Sindelfingen (1993).

Weitere „Veranstaltungen zur Förderung der Betriebsgemeinschaft“ waren:

– Ein Gemütlicher mit dem Spielmannszug Wenden (1981), eine Fahrt zur Bundesgartenschau nach Kassel (1981) und zum Weinfest nach Bremm/Mosel (1983) sorgten für die richtige Stimmung.

– Die jährliche Nikolausfeier und das Ostereiersuchen bringen die ganze Vereinsfamilie zusammen.

– Familiennachmittage „mit Kind und Kegel“ (1984/85) bei Kaffe, Kuchen, Spielen und Bier entschädigten nicht nur die Aktiven für ihren Einsatz. Ein großer Tanzabend (1986) im neugestalteten Übungsraum erfreute vor allem die Damen der Aktiven.

– Ein zweites „Veteranentreffen“ aller ehemaligen Aktiven am 21.November 1986 knüpfte neue, alte Verbindungen zwischen jung und alt.

– Die Ehrung von aktiven und passiven Mitgliedern durch ein Ständchen bei besonderen Anlässen ist eine Selbstverständlichkeit geworden. Ein besonderes Ständchen fand am 7.8.1992 statt: Der damalige Schützenmajor Horst Müller feierte seinen 50.Geburtstag auf einem Schiff der Biggeseeflotte. Der Spielmannszug mußte also sozusagen als Seemannskapelle zum Ständchen aufspielen.

– Am 2.Mai 1992 veranstaltete die Jugendabteilung den ersten Jugendausflug ins Phantasialand bei Brühl. Diese Jugendausflüge wurden seitdem zur Tradition in unserem Verein.


Auch handwerklich wurde das Corps aktiv. In Eigenarbeit wurde 1985 und 1988 der Übungsraum renoviert und mit einer neuen Heizung versehen. 1988 wurde ein neuer Eingang angelegt und eine eigene Toilettenanlage errichtet. Der Übungsraum ist damit wirklich zur „Guten Stube“ auf dem Schützenplatz geworden.Auf der Generalversammlung 1993 legte Hans-Günter Eggemann sein Amt als 1. Vorsitzender nieder, welches er 20 Jahre lang inne hatte. Er hinterließ einen sehr gut organisierten Verein mit einem sehr vielfältigen und lebendigen Vereinsleben. Nach der Laudatio durch den 2.Vorsitzenden Heinz Heider wurde Hans-Günter Eggemann in Anerkennung seiner Verdienste einstimmig zum Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt.

 

 

 

 

Die Zeit von 1993 bis 2000

(1. Vorsitzender: Michael König, Tambourmajor: Heinz Heider)

Nachdem der „Kapitän sein Schiff verlassen hatte“, wurde Michael König zum 1. Vorsitzenden gewählt. Unter seiner Führung kam frischer Wind in die Segel des Vereins. Es wurde eine Auftritts- und Anzugsordnung erstellt: Der „doppelte Hosensatz“ wurde auf die schwarzen Hosen reduziert, da weiße Hosen als nicht mehr zeitgemäß angesehen wurden und zu viele organisatorische Probleme mit sich brachten. Unsere Uniform besteht also nun aus Pilotenhemden mit Schulterklappen, schwarzen Hosen mit einheitlichem BW-Gürtel und Barett. Dazu kommt natürlich die Uniformjacke (falls es nicht zu heiß ist!).

Die Jugendarbeit des Vereins wurde vertieft: Eine eigene Jugendgruppe, die auch außermusikalische Aktivitäten durchführt, wurde vom Jugendwart Martin Immekus ins Leben gerufen und entsprechend gefördert. Einige ältere Vorstandskollegen gaben ihre Posten in jüngere Hände, so daß der Verein heute über einen relativ jungen, dynamischen Vorstand verfügt.

Um auch mit den Vorständen der Schützenvereine ins Gespräch zu kommen, bei denen wir regelmäßig auftreten, wurde am 24.April 1994 und am 18.April 1999 ein Vorständetreffen dieser Schützenvereine im Übungsraum durchgeführt. Nach einem kurzen musikalischen Vorspiel kamen die aktiven Musiker und die Vorstände gut ins Gespräch und konnten so die guten Verbindungen weiter vertiefen.
Der St. Matthäus-Schützenverein Rüblinghausen gratulierte uns auf seinem Schützenfest 1999 nochmals und überreichte ein Präsent.

Damit unser Verein insbesondere im Zusammenhang mit dem 50-jährigen Jubiläum 1999 besser bekannt wurde, ging das Corps auch moderne Wege. Seit 1998 ist das Tambourcorps auch im Internet vertreten. Die Homepage wurde von Markus Heider entworfen und weitergeführt.

Ein erster Höhepunkt unseres Jubiläumsjahres war das Benefizkonzert des Luftwaffenmusikkorps 3 aus Münster am Dienstag, 20.4.1999, zugunsten des „Ambulanten Hospizdienstes der Caritasstationen im Kreis Olpe“. Durch unseren Aktiven Markus Heider, der seinen Grundwehrdienst beim LMK3 in Münster absolviert hatte, waren die Verbindungen nach Münster geknüpft worden. Daß dann über 500 Besucher in die Stadthalle kamen, um für einen guten Zweck gute Musik zu hören, überraschte nicht nur den Spielmannszug.

Der eigentliche Höhepunkte unseres Jubiläumsjahres war dann das Zweite Olper Stadtmusikfest, das wir am 8.Mai 1999 auf dem Schützenplatz feierten:

Gegen 14 Uhr versammelten sich auf dem Parkplatz an der Stadthalle in Olpe unsere 14 Gastvereine. Nach der Dirigentenbesprechung setzte sich dann der Festzug in Zweiergruppen in Bewegung und zog über die Pannenklöpperstrasse, die Martinstrasse und die Josefstrasse zum Krankenhaus, wo wie vor 10 Jahren jeder Musikblock ein Ständchen brachte. Der Festzug ging dann weiter über die Kurfürst-Heinrich-Strasse, die Kölnerstrasse, die Westfälische Strasse und die Schützenstrasse zum Schützenplatz. Die große Halle war mit Plastikplanen abgetrennt und „wetterfest“ gemacht worden. Um 16 Uhr wurde zunächst der Scheck mit dem Erlös unseres Benefizkonzertes an die Vertreter der Caritas überreicht. Anschließend stellten sich die Gastvereine mit je zwei Musikstücken dem zahlreichen Publikum vor. Den Abschluß bildete ein toller Gemeinschaftsauftritt des Musikvereins Saßmicke und des Tambourcorps Elspe. Im Anschluß an die Musikvorträge ging es mit Musik vom Band gesellig weiter bis in den frühen Morgen.


Musikalisch versucht der Verein in letzter Zeit, sich den aktuellen musikalischen Anforderungen anzupassen. War es früher noch so, daß Flöten und Trommeln „gleichberechtigt“ waren und es darauf ankam, möglichst viel „Lärm“ zu machen, so wird heute versucht, das Schlagzeug als Begleitung anzusehen und den Flötensatz in den Vordergrund zu rücken. Etliche Aktive nahmen an den Lehrgängen des Volksmusikerbundes teil (bis D3) und konnten wertvolle Impulse in den Verein tragen.

Das „Spiel in kleinen Gruppen“ wurde soweit vertieft, daß die Quintett-Besetzung ein eigenes kleines Repertoire aufweisen kann. Gespielt wird zu Hochzeiten in der Kirche, zu Geburtstagen oder auf Vereinsfeiern. Die Bandbreite der Stücke reicht von barocker Flötenmusik bis hin zu Stücken wie My Way und Dancing Queen von ABBA.

Das Repertoire wurde weiter ergänzt: Konzertante Stücke haben ebenso ihren Platz wie Originalwerke der Spielmannsliteratur und eigene Bearbeitungen klassischer Blasmusikwerke. Tambourmajor Heinz Heider und Markus Heider, der alle Lehrgänge des Volksmusikerbundes von D1 bis C3 (Dirigentenlehrgang) durchlaufen hat, bearbeiteten immer wieder interessante Melodien, um ein abwechslungsreiches Programm zu ermöglichen. Die einstudierten Werke aus den unterschiedlichsten Stilrichtungen wurden zu den traditionellen Anlässen vorgetragen:

– Die Schützenfeste in Altenhof, Frenkhausen, Berlinghausen, Thieringhausen, Lütringhausen, Olpe, Rehringhausen und Rüblinghausen werden weiterhin regelmäßig besucht.

– Die musikalische Gestaltung der tradtionellen Ordensübergabe des Olper Schützenkönigs an Fronleichnam auf dem „Ümmerich“ ist inzwischen schon Tradtion.

– Zusammen mit dem Olper Schützenvorstand besuchte man die Jubiläumsschützenfeste in Elben, Ottfingen, Attendorn (Hier gab es den kräftigsten Applaus, als der Spielmannszug den Marsch „Der treue Husar“ intonierte!), Iseringhausen, Altenkleusheim und Sondern. Nach Sondern benutzten Spielmannszug und Schützenvorstand als Transportmittel die Eisenbahn, wobei im Zug zu Ehren unseres Schützenkönigs „Waidmannsheil“ intoniert wurde.

– Bei den Kreisschützenfesten in Altenhundem (1994), Finnentrop (1997) und Elspe (2000) war das Tambourcorps ebenfalls wieder aktiv.

– Die Teilnahme an den Bundesschützenfesten des Sauerländer Schützenbundes in Lendringsen(1995) und Altenhundem (1998) gehört nach wie vor zum „normalen“ Programm.

– Zusammen mit dem Vorstand des Schützenvereins Olpe beteiligte sich der Spielmannszug 1994 am Europaschützenfesten in Medebach und 1996 am Fest in Haaksbergen (NL).

– Auch die Verbindungen zu anderen Spielmannszügen wurden weiter gepflegt. Die Freundschaftstreffen in Oberelspe (1996) , Kirchveische (1998), Heggen (1999) und Dünschede (1999) belegen dies.

– Bei den Kreismusikfesten des Volksmusikerbundes in Frenkhausen (1994), Neuenkleusheim (1998), Hünsborn (1999) und Hillmicke (2000) war das Tambourcorps mit dabei.

– Der „Große Zapfenstreich“ wurde auch wieder mehrfach aufgeführt: In Frenkhausen (1994), in Berlinghausen (1995), in Drolshagen (1996) und in Iseringhausen (1998). Die eindruckvolle Wirkung dieses traditionellen Werkes ist jedes Mal wieder ein besonderes Erlebnis.

– Die Karnevalsauftritte sind inzwischen zur Routine geworden: Der „Altweiber-Umzug“ in Drolshagen und der „Veddelszug“ in Köln-Höhenhaus am Karnevalssonntag.


Bei besonderen Anlässen innerhalb der Stadt Olpe wirkt das Tambourcorps des St. Sebastianus-Schützenvereins Olpe ebenfalls mit:

– Beim Stadtfest wirkt das Corps seit 1998 durch ein Platzkonzert am Kurkölner Platz mit.

– Für den Verkehrsverein Olpe tritt man regelmäßig bei der Pfingstwanderung zum Großen Platzkonzert an.

– Am 28.März 1998 gratulierte das Corps der amtierenden Schützenkönigin Brigitte Seifert zu ihrem 50. Geburtstag durch ein Ständchen.

– Am Schützenfestmontag, dem 17.Juli 2000 begleitete der Olper Spielmannszug ausnahmsweise auch den Festzug und überraschte am Hotel „Altes Olpe“ den neuen Schützenkönig (Schützenmajor) Paul Imhäuser mit einem Ständchen.


Natürlich wurden auch Kameradschaft und Geselligkeit im Verein nachhaltig gepflegt:

– Mehrtägige Ausflüge nach Trier (1995), zum Chiemsee (1997) und nach Obersdorf (1999) sorgen für den kameradschaftlichen Zusammenhalt.

– Die jährlich stattfindende Tagestour mit Partnerinnen ist inzwischen schon Tradition und entschädigt alle für den großen Einsatz vor allem während der Schützenfestsaison.

– Die jährliche Weihnachtsfeier mit dem Besuch des Nikolaus und das Ostereiersuchen bringen die ganze Vereinsfamilie zusammen.

– Alle zwei Jahre findet ein „Gemütlicher“ im Übungsraum statt, der vor allem die Frauen und Freundinnen der Aktiven entschädigen soll.

– Am 14.10.2000 fand erstmals in der Vereinsgeschichte eine Herbstwanderung (von Altenkleusheim bis zur Ilsenbrauerei in Littfeld) statt. Sowohl die Wanderung als auch die Brauereibesichtigung und das anschließende gemütliche Beisammensein fanden großen Anklang bei den beteiligten Aktiven.

– Ein drittes „Veteranentreffen“ aller ehemaligen Aktiven des Corps am 23.Januar 1999 sorgte dafür, daß sich die jungen Aktiven und die „älteren“ Ehemaligen besser kennenlernten.

– Die Ehrung von aktiven und passiven Mitgliedern durch ein Ständchen bei besonderen Anlässen ist nach wie vor eine Selbstverständlichkeit.
Eine kuriose Besonderheit ergab sich am 30.Mai 1996: Unabhängig voneinander hatten zwei Aktive zeitgleich ihren Polterabend geplant, eine Verschiebung war zum Zeitpunkt der Bekanntgabe nicht mehr möglich. Da auch beide Paare am Polterabend ihre Ständchen haben wollten, mußte die Reihenfolge festgelegt werden. Was tun? Wir kamen schnell überein, zu losen. Der jüngste Aktive sollte eine Münze werfen. Er holte weit aus, die Münze rollte quer durch den Übungsraum – und blieb schließlich hochkant an einem Stuhlbein stehen! Wahrscheinlichkeit = oo ?! Erst der zweite Versuch brachte die Entscheidung für diesen „Doppelpolterabend“: Es wurde zuerst in Frenkhausen bei Marion und Peter Liese und anschließen in Olpe bei Martina und Michael Scheffel gespielt.


Auch handwerklich war das Corps wieder aktiv. Nachdem 1997 die Schützenhalle mit neuen Fenstern ausgestattet worden war, mußte auch der Übungsraum renoviert werden. Mit tatkräftiger Unterstützung fast aller Aktiven erhielt der Raum einen neuen Anstrich, neue Gardinen und einen neuen Fußbodenbelag. Die „gute Stube“ war damit wieder ein Schmuckstück des Schützenplatzes. Das interessante und abwechslungsreiche Vereinsleben ist wohl die Ursache dafür, das viele Aktive schon recht lange dabei sind, einige seit über 40 Jahren, der älteste (Günter Greitemann) seit dem ersten Auftritt des Vereins im Jahre 1950. Auf der Generalversammlung am 18.12.1999 erhielt er als erster Aktiver in der Vereinsgeschichte hierfür die goldene Ehrenschnur und den Ehrenbrief der Bundesvereinigung der Deutschen Blas- und Volksmusikverbände. In seiner Laudatio anläßlich dieser einzigartigen Ehrung brachte der 1.Vorsitzende Michael König ein halbes Jahrhundert Weltgeschichte unter! Außderdem wurde Günter Greitemann aufgrund seiner Verdienste um den Verein einstimmig zum Ehrenmitglied des Spielmannszuges ernannt.

Auf der Jahreshauptversammlung am 16.12.2000 wurden Wolfgang Rullich, Siegfried Clemens und Alois Schneider in Anerkennung ihrer 4o-jährigen aktiven Mitgliedschaft mit der silbernen Ehrenschnur des Tambourcorps Olpe ausgezeichnet. Sie erhielten ebenfalls eine goldene Ehrennadel des Volksmusikerbundes NRW. Heinz Heider wurde vom Vorsitzenden des Kreisverbandes Olpe im VMB-NRW, Herbert Tillmann, für seine 20-jährige Tätigkeit als Tambourmajor mit der goldenen Dirigentennadel des Verbandes ausgezeichnet.

Anschließend gab der 1.Vorsitzende Michael König bekannt, dass er aus beruflichen Gründen für das Amt des Vorsitzenden nicht mehr zur Verfügung stehe. Der 2.Vorsitzende und Tambourmajor Heinz Heider dankte ihm einer kurzen Laudatio für sein 7-jähriges Wirken als 1. Vorsitzender und übergab als Abschiedsgeschenk eine Chronik des Jubiläumsjahres 1999.

 

 

 

 

Die Zeit von 2000 bis 2006

(1. Vorsitzender: Gabriel Hochstein, Tambourmajor: Heinz Heider)

Auf der Jahreshauptversammlung am 16.12.2000 wurde Gabriel Hochstein zum neuen 1. Vorsitzenden des Tambourcorps Olpe gewählt. Zum neuen stellv. Tambourmajor wurde Markus Heider berufen. Im neuen / alten Vorstand wurde versucht, die Arbeit noch effektiver zu organisieren. Stärkeres Delegieren und Spezialisierung der Aufgaben unter Beibehaltung erprobter Arbeitsweisen zeigten auch bald gute Ergebnisse.

Die Beziehungen zum Schützenverein mussten – vor allem aus steuerlichen Gründen – neu geregelt werden. Peter Liese wurde zum ersten „Verbindungsoffizier“ berufen, als Ansprechpartner für die Zusammenarbeit beider Vereinsabteilungen. Auf diese Weise sollte eine schnellere Lösung von Problemen und Anliegen beider Parteien erreicht werden und der Informationsfluss zwischen beiden optimiert werden. Die Neuordnung der Struktur zwischen Schützenverein und Tambourcorps wertete Major Paul Imhäuser auf der Jahreshauptversammlung 2001 als Grundlage für eine noch bessere Zusammenarbeit. Die Arbeit der Unterabteilungen (Tambourcorps und Sportschützenabteilung) wird nunmehr auch auf den Jahreshauptversammlungen des Schützenvereins durch entsprechende Berichte der Vorsitzenden vorgestellt und gewürdigt. Im Jahr 2005 musste der Verein dann einen sehr schweren Schritt gehen: Steuerrechtliche Gründe zwangen den Spielmannszug zur vereinsrechtlichen Verselbständigung. Am 6.11.2005 fand die Gründungsversammlung des Spielmannszuges „St. Sebastianus“ Olpe e.V. statt. Die nach wie vor bestehende hervorragende Verbundenheit zum Schützenverein Olpe wurde durch den Namenszusatz „St. Sebastianus“ deutlich hervorgehoben. Die Nutzung der Räumlichkeiten auf dem Schützenplatz wurde durch langfristige Verträge sichergestellt.

Bereits am 18.01.2001 wurde neues Mobiliar (Tische und Stühle) im Übungsraum angeliefert, wonach der Verein endlich „auf eigenen Stühlen“ sitzen, proben (und feiern) kann. Im Jahre 2004 wurde ein weiterer Einbauschrank (vor allem für die Getränke) eingerichtet, so dass nach den umfangreichen Renovierungen in den 90er Jahren die „gute Stube“ nun endgültig ein Schmuckstück des Olper Schützenplatzes ist. Um das äußere Erscheinungsbild beim Spiel ohne Jacke zu verbessern, wurden im Jahre 2001 schwarze Brustanhänger mit dem Vereinswappen angeschafft, die am Hemd getragen werden. Im Jahre 2006 wurden dann neue Uniformen (vom Stil her wie die alten!) angeschafft, die selbstverständlich auch das neue Wappen des Olper Spielmannszuges enthielten.

Die Jugendgruppe des Vereins, die weiterhin von Martin Immekus betreut wird, führt regelmäßig außermusikalische Veranstaltungen durch: z.B. Fahrten zum Warner Brother´s Movie World Park, zum Bowlen oder zum Kartfahren.

Mit den Vorständen der umliegenden Schützenvereine blieben wir weiterhin freundschaftlich verbunden z.B. durch das Vorständetreffen am 21.04.2002 und am 07.05.2006, bei dem nach Vorstellung des neuen Musikprogramms Informationen ausgetauscht und kameradschaftliche Verbindungen gefestigt wurden. Inzwischen sind auch viele Aktive Mitglieder in den jeweiligen Schützenvereinen. Klaus Bender wurde am 01.06.2002 für 25-jährige Mitgliedschaft in der St. Josef-Schützenbruderschaft Berlinghausen geehrt, Siegfried Clemens ist 40 Jahre im SV Rüblinghausen und Heinz Heider wurde am 12.08.2006 für 25-jährige Mitgliedschaft im St. Josef-Schützenverein Rehringhausen geehrt. Die Homepage des Tambourcorps im Internet unter www.tambourcorps-olpe.de hat sich zu einem wichtigen Instrument der Informationsvermittlung und der Vereinsdarstellung entwickelt.

Am 25.03.2001 fand die Aufnahme für die neue CD des Schützenvereins in der Stadthalle Olpe statt. Hier wurden nach intensiver Vorbereitung in mehrstündiger Arbeit der Fliegermarsch, der Petersburger Marsch und natürlich der Parade- und Lockmarsch aufgenommen. In den Tonstudios Bauer in Ludwigsburg fand dann die endgültige Abmischung durch einen Tonmeister und eine Abordnung des Tambourcorps statt.

Regelmäßig nehmen aktive Musiker an den Lehrgängen des Volksmusikerbundes teil, um sich theoretisch und praktisch weiterzubilden und so den Verein musikalisch voranzubringen. Am 23.06.2002 konnte der stellv. Tambourmajor Markus Heider seinen Dirigentenlehrgang C3 an der Landesmusikakademie in Heek mit gutem Erfolg abschließen. Am 29.4.2006 schloß Markus an der Landesmusikakademie in Heek den in neun Wochenendphasen über zwei Jahre laufenden B-Lehrgang als Dirigent im Blasorchester erfolgreich ab! Insgesamt haben bereits 26 Musiker einen D-Lehrgang erfolgreich abgeschlossen.


Das Repertoire wurde weiter ergänzt: Konzertante Stücke haben ebenso ihren Platz wie Originalwerke der Spielmannsliteratur und eigene Bearbeitungen klassischer Blasmusikwerke. 2001 wurde zur Verbesserung der musikalischen Ausdruckfähigkeit ein Xylophon angeschafft. Lateinamerikanische Titel, eine Samba, ein Charleston namens „Holzbein-Charly“, ein Medley aus ABBA-Melodien und die Ouvertüre zur Oper „Carmen“ bereichern das Repertoire. Des weiteren wird sehr viel Grundlagenarbeit betrieben (Einstimmen, Tonreinheit, Dynamik, Artikulation). Diese – vor allem von Markus Heider durchgeführte – Arbeit zahlte sich bei allen gespielten Stücken wohltuend aus. Die einstudierten Werke aus den unterschiedlichsten Stilrichtungen wurden zu den traditionellen Anlässen vorgetragen:

– Die Schützenfeste in Altenhof (bis 2002) , Frenkhausen, Berlinghausen, Thieringhausen, Lütringhausen, Olpe, Rehringhausen und Rüblinghausen werden weiterhin regelmäßig besucht. Am 08.08.2005 wurde unser Jungmusiker Simon Rademacher Kinderschützenkönig in Rüblinghausen. Im Jahre 2006 trat der Spielmannszug erstmals auch beim Schützenfest in Altenkleusheim auf.

– Die musikalische Gestaltung der tradtionellen Ordensübergabe des Olper Schützenkönigs an Fronleichnam auf dem „Ümmerich“ ist zu einer angenehmen, traditionellen Pflicht geworden. Das 75-jährigen Jubiläum der „Alten Könige“ am 1.Mai 2004 unterstützten wir durch ein gelungenes Platzkonzert unter dem Motto „Der Mai ist gekommen!“ Und unser Flötist Bernd Häner baut nach wie vor den Schützenvogel für das Olpe Schützenfest.

– Zusammen mit dem Olper Schützenvorstand besuchte man die Jubiläumsschützenfeste in Drolshagen, Oberveischede, Sassmicke und Dahl.

– Beim Kreisschützenfest 2003 in Rüblinghausen und 2006 in Ennest war das Tambourcorps Olpe musikalisch aktiv dabei sein.

– Die Teilnahme am Bundesschützenfest des Sauerländer Schützenbundes in Menden (2004) setzt die lange Reihe der Auftritte beim SSB fort.

– Die Verbindungen zu anderen Spielmannszügen werden weiterhin gepflegt, wie die Musikfeste in Rehringhausen (2001), Elspe (2001) und Ottfingen (2003) belegen.

– Das Kreismusikfest des Volksmusikerbundes in Altenhof (2003) wurde besucht, die Teilnahme am Festzug beim Landesmusikfest 2004 in Olpe war eine Selbstverständlichkeit.

– Der „Große Zapfenstreich“ ist nach wie vor ein „Paradestück“ unseres Vereins, aufgeführt in Sassmicke (2001), Rüblinghausen (JSF und KSF 2003), Lütringhausen (2004), beim Jubiläum der FFW Olpe (2005) und beim Westfälischen Schützentag am 07.10.2005 in Olpe.

– Die Karnevalsauftritte gehören zum normalen Programm: Der „Altweiber-Umzug“ in Drolshagen (seit 1988) und der „Veddelszoch“ in Köln-Höhenhaus am Karnevalssonntag (seit 1990). 2001 wirkte man wieder beim Ball der Bürgergesellschaft Olpe mit. Am 05.01.2002 wurde der 1. Vorsitzende Gabriel Hochstein zum Prinz Karneval 2002 in Olpe proklamiert. Die Teilnahme am Sitzungsball der Kolpingfamilie hat seit diesem Jahr Tradtion. Dass gerade auf dem Sitzungsball 2002 die neuen Karnevalskostüme „eingeweiht“ wurden, war nur für Gabriel eine Überraschung.

– Beim Stadtfest unter den Linden 2001 und 2002 beteiligte sich das Corps durch ein Platzkonzert am Kurkölner Platz.

– Für den Verkehrsverein Olpe tritt man regelmäßig bei der Pfingstwanderung zum Großen Platzkonzert an.

– Am 20.08.2006 beteiligte sich der Spielmannszug am historischen Festzug anläßlich des Stadtjubiläums in Wiehl.


Natürlich wurden und werden auch Kameradschaft und Geselligkeit im Verein nachhaltig gepflegt:

– Mehrtägige Ausflüge nach Mittenwald (2001), Berlin (2003) und Bamberg (2006) sorgen für den kameradschaftlichen Zusammenhalt.

– Die jährlich stattfindende Tagestour mit Partnerinnen ist inzwischen schon Tradition und entschädigt alle für den großen Einsatz vor allem während der Schützenfestsaison. Die Tagestour 2002 führte in die Eifel, zum Nürburgring und nach Ahrweiler. 2004 ging es ins Kannenbäckerland und zu einer Floßfahrt auf die Lahn.

– Die jährliche Weihnachtsfeier mit dem Besuch des Nikolaus und das Ostereiersuchen bringen die ganze Vereinsfamilie zusammen. Das Auf- und Abbauen der Bänke auf dem Schützenplatz wird seit 1999 mit einer Probe und einem zünftigen Grillfest verbunden – als Ansporn (vor der Saison) und Dank (nach der Saison) für die vielen Auftritte. Die „Veranstaltung“ blieb auch im Terminplan, seit die neuen, fest installierten Bänke auf den Terrassen errichtet wurden.

– Die seit dem Jahr 2000 durchgeführten Herbstwanderungen sind auch schon Tradition: 2001 wanderte der Verein nach Drolshagen, wo der Tag bei einem zünftigen, mittelalterlichen Mahl im „Raubritter“ ausklang, 2002 führte die Wanderung am Windpark Rehringhausen vorbei zur Landbierbrauerei in Oberveischede. 2003 wanderten wir in die Rhonard zur SGV-Hütte – mit dem Abschluß bei unserem Vereinsfreund Lothar Vock in Lütringhausen. 2004 führte uns der Weg über Thieringhausen nach Scheiderwald zum Hof Quast. Im Jahre 2005 ging es über Rehringahausen nach Neuenkleusheim zum Landgasthof Kaufmann und in 2006 wanderte der Spielmannszug mit Kind und Kegel über Rhode zum „Haus am Blauen See“ nach Kessenhammer.

– Das von Werner Stahl initiierte Treffen ehemaliger Aktiver beim Frühschoppen des Rehringhauser Schützenfestes hat inzwischen schon Tradition. Am 08.08.2004 wurde Werner Hochstein (ehemaliger Flötist des TC Olpe und Vater unseres 1.Vorsitzenden) für 25-jährige Mitgliedschaft im Schützenverein Rehringhausen geehrt.

– Die Ehrung von aktiven und passiven Mitgliedern durch ein Ständchen bei besonderen Anlässen ist nach wie vor eine Selbstverständlichkeit. Eine besondere Ehrung gab es auf der Jahreshauptversammlung 2002 für den Aktiven Klaus Bender: Nach 1987, 1988 und 2001 erhielt er zum viertenmal den großen Ehrenbecher des Vereins für die Teilnahme an allen Proben und Auftritten einer Saison => Das war bis dahin Vereinsrekord! Im Jahre 2004 und 2005 legte der Dirigent Heinz Heider mit seinem vierten und fünften großen Becher dann nach => Neuer Rekord!.
Auf der Jahreshauptversammlung am 18.12.2004 wurde Dieter Burghaus in Anerkennung seiner 4o-jährigen aktiven Mitgliedschaft als vierter Musiker des Vereins mit der silbernen Ehrenschnur des Tambourcorps Olpe ausgezeichnet.


Leider muss die Chronik auch traurige Ereignisse berichten: => Nachrufe
Am 4. Januar 2003 verstarb nach längerer Krankheit unser ehemaliger Tambourmajor Hermann Rullich.
Am 28. Februar 2003 folgte ihm plötzlich und unerwartet sein Bruder, unser ehemaliger Schlagzeuger Manfred Rullich.


Der 20.Oktober 2004 war für das Tambourcorps Olpe ein sehr wichtiger Tag: Nicht weil dem „Ältesten Aktiven“ Günter Greitemann zu seinem 70.Geburtstag ein Überraschungsständchen gebracht wurde, sondern weil an diesem Tag erstmals in der Vereinsgeschichte zwei Mädchen in unseren Reihen mitwirkten (Christina Kordes und Verena Noehl). Sie wurden dann am 18.12.2004 offiziell in den Verein aufgenommen. Weitere „Damen“ folgten im Jahre 2005.


Auf der Mitgliederversammlung am 16.12.2006 gab der 1.Vorsitzende Gabriel Hochstein bekannt, dass er aus beruflichen Gründen für das Amt des 1. Vorsitzenden nicht mehr zur Verfügung stehe. Der 2.Vorsitzende Heinz Heider dankte ihm einer kurzen Laudatio für sein 6-jähriges Wirken als 1. Vorsitzender und übergab als Abschiedsgeschenk ein von allen Aktiven signiertes Trikot „seines“ Fußballvereins (FC Bayern München) mit der Rückennummer 1 und dem „Spielernamen“ HOCHSTEIN.

 

 

 

 

Die Zeit von 2006 bis 2012

(1. Vorsitzender: Timo Stricker, Dirigent: Heinz Heider)

Auf der Mitgliederversammlung am 16.12.2006 wurde Timo Stricker einstimmig zum neuen 1. Vorsitzenden des Olper Spielmannszuges gewählt. Insbesondere Schützenmajor Paul Imhäuser wünschte ihm eine glückliche Hand bei seinen zukünftigen Entscheidungen. Zum neuen Zeugwart wurde Thomas Lorenz gewählt.

In seiner ersten „Amtsperiode“ setzte Timo Stricker die Arbeit seiner Vorgänger konsequent fort, ohne auf eigene Akzente zu verzichten. Schönheitsreparaturen am Übungsraum gehörten ebenso dazu wie die langfristige Vorbereitung der Touren und der übrigen Vereinsveranstaltungen. Ausgiebige Diskussionen über die Beantragung der Gemeinnützigkeit führten schließlich zum Erfolg. Die Zahl der Vorstandssitzungen konnte insgesamt verringert werden, weil die neuen Medien hier Einzug hielten und oft wichtige Entscheidungen per „Emailkonferenz“ entschieden wurden. Es wurden immer öfter Gesamtproben am Freitag durchgeführt, was der Förderung der Kameradschaft sehr dienlich war. Der Gesundheit nicht nur der jugendlichen Musiker sehr förderlich war die Einführung eines Rauchverbots vor und während der Proben.

Nachdem im Jahre 2009 Martin Immekus das Amt des Kassierers übernommen hatte, wurde Tobias Dahm neuer Jugendwart. Die Jugendgruppe führt nach wie vor zahlreiche außermusikalische Veranstaltungen durch, um die Jungmusiker gut in den Verein zu integrieren. Der Jugendausflug 2007 führte zum Musical „Starlight Express“ nach Bochum, 2009 ging es zum Kartfahren und Klettern, 2010 ins AquaMagis Erlebnisbad nach Plettenberg und zuletzt ins Bowling-Center ins Repetal.


Das Repertoire wurde weiterhin ergänzt, wobei außer schönen Konzertmärschen in eigener Bearbeitung (vor allem von Markus Heider) auch Konzertstücke mit aufgenommen wurden. Die Vorbereitung dazu fand auf neu eingeführten Probenwochenenden oder ganztägigen Samstagsproben statt. Auch die verstärkte Durchführung von Marschproben vor der Saison wirkte sich positiv auf den Gesamteindruck des Vereins aus.


Die einstudierten Werke aus den unterschiedlichsten Stilrichtungen wurden zu den traditionellen Anlässen vorgetragen:

– Die Schützenfeste in Frenkhausen, Berlinghausen, Thieringhausen (bis 2010), Altenkleusheim, Olpe, Rehringhausen und Rüblinghausen werden weiterhin regelmäßig besucht.

– Zusammen mit dem Olper Schützenvorstand besuchten wir die Jubiläumsschützenfeste in Rhode (2oo7), Altenhof (2009) und Altenhundem (2011). Die musikalische Gestaltung der tradtionellen Ordensübergabe des Olper Schützenkönigs an Fronleichnam auf dem „Ümmerich“ ist nach wie vor ein angenehmer Auftritt. Am 1. Mai 2011 gaben wir ein Platzkonzert anlässlich des Tags der Offenen Tür auf dem Schützenplatz Olpe. Ein besonderer Auftritt fand am Schützenfestmontag 2007 in Olpe statt, als der Spielmannszug „seinen“ Schützenkönig Peter Liese im Festzug begleitete und natürlich als Ständchen seinen Lieblingsmarsch „Anker gelichtet“ vortrug. Anlässlich des Jubiläumsschützenfestes in Olpe wirkten wir zusammen mit dem Musikzug der FFW Olpe beim Kommersabend mit und gestalteten natürlich die Festzüge mit.

– Beim Kreisschützenfest in Schönau-Altenwenden (2009) war das Tambourcorps Olpe musikalisch ebenfalls aktiv dabei, ebenso beim Stadtmusikfest 2011.

– Die Teilnahme an den Bundesschützenfesten des Sauerländer Schützenbundes in Warstein (2007) und Brilon (2010) waren wieder gelungene Großereignisse.

– Die Verbindungen zu anderen Spielmannszügen und Musikvereinen wurden natürlich ebenfalls aufrechterhalten, wie die Musikfeste in Wenden (2008) und Dünschede (2009) zeigen.

– Die Teilnahme am Kreismusikfest des Kreismusikverbandes in Rehringhausen (2010) war selbstverständlich eine sehr angenehme „Pflichtaufgabe“.

– Der „Große Zapfenstreich“ zeigte einmal mehr die „Show“-Stärke und die musikalische Qualität unseres Vereins, aufgeführt beim Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Olpe (2007), beim JSF Rhode (2007), in Gummersbach (2008), bei der Verabschiedung des Olper Wehrführers Friedel Schulte (2011), beim Jubiläumsschützenfest in Olpe (2011 und beim JSF „Hohe Belmicke“ (2011). Der letztgenannte Auftritt in Belmicke bot leider nicht die gewohnte Wirkung – er fand viel zu früh um 20 Uhr bei strahlendem Sonnenschein statt, für einen großen Zapfenstreich nicht sehr passend.

– Die Karnevalsauftritte gehören zum normalen Programm: Der „Altweiber-Umzug“ in Drolshagen (seit 1988), der „Veddelszoch“ in Köln-Höhenhaus am Karnevalssonntag (seit 1990) und der Sitzungsball der Kolpingfamilie (bis 2011). Im Jahre 2008 war unser Kassierer Michael Scheffel Prinz Karneval in Rhode.

– Für den Verkehrsverein Olpe veranstaltete der Spielmannszug bis 2009 ein Platzkonzert anlässlich der Pfingstwanderung. Im Jahre 2010 fand diese Wanderung (mit unserem Großen Platzkonzert) letztmalig statt (im September).

– Im Jahre 2009 spielten wir auf dem SF in Saßmicke auf, 2011 in Neuenkleusheim (weil dort unser Aktiver Patrick Huckestein Jungschützenkönig war) und 2011 beim Festzug zum Stadtschützenball in Sondern.


Natürlich wurden und werden auch Kameradschaft und Geselligkeit im Verein nachhaltig gepflegt:

– Die viertägigen Ausflüge nach Titisee/Neustadt im Schwarzwald (2008) und nach Regensburg (2010) sorgten für den kameradschaftlichen Zusammenhalt.

– Die Tagestouren nach Aachen, Belgien und in die Skihalle nach Neuss (2007) und ins Wittgensteiner Land (Berleburg)/Hochsauerland (Winterberg, Willingen) im Jahre 2009 mit Partnerinnen entschädigen alle für den großen Einsatz vor allem während der Schützenfestsaison. Im Jahre 2011 musste diese Veranstaltung leider erstmals wegen mangelnder Beteiligung ausfallen.

– Die jährliche Weihnachtsfeier mit dem Besuch des Nikolaus und das Ostereiersuchen bringen die ganze Vereinsfamilie zusammen.

– Die seit dem Jahr 2000 durchgeführten Herbstwanderungen sind endgültig zur Tradition geworden und fördern Kameradschaft und Geselligkeit der gesamten Vereinsfamilie: 2007 ging es über Frenkhausen zur Hitzenalm, 2008 auf Umwegen zum Gasthof Hobel in Frenkhausen, 2009 in den „Stadl“ nach Eichhagen. Die Wanderung 2010 ging durch die Olper Wälder (Jugendherberge) zurück zum Schützenplatz, wo im Übungsraum ein zünftiges Oktoberfest gefeiert wurde – eine Superveranstaltung. 2011 ging es dann in Püttmann’s Dorfhotel (Tenne) nach Rehringhausen.


Auf der Jahreshauptversammlung am 15.12.2007 wurde nach 47-jähriger aktiver Tätigkeit Siegfried Clemens unter „standing Ovations“ aus dem aktiven Corps verabschiedet. Am 13.Dezember 2008 folgten ihm nach 48 Jahren aktiver Tätigkeit als Flötist Wolfgang Rullich und nach 44 Jahren aktiver Tätigkeit als Lyra- und Beckenspieler Dieter Burghaus.


Leider muss die Chronik auch wieder ein trauriges Ereignis berichten: => Nachruf
Am 18. Oktober 2008 verstarb nach längerer Krankheit aber plötzlich unser ehemaliger Schlagzeuger, Kassierer und aktiver Kassenprüfer Gerhard Vesper.


Am 9. Mai 2009 begingen wir in einer internen Feier unser 60-jähriges Vereinsjubiläum. Als Gäste waren die ehemaligen aktiven Musiker, die Vertreter von befreundeten Schützenvereinen und Karnevalsgesellschaften sowie die Partner und Partnerinnen der Aktiven eingeladen. Nach der Begrüßung durch unseren Vorsitzenden Timo Stricker gaben wir ein kurzes Konzert, in dem wir unsere aktuellen Hits vorstellten. Anschließend ergriff der Vereinsgründer und Ehrentambourmajor Rudi Hundt das Wort und erzählte in einer spontanen, sehr emotionalen Rede viele interessante Begebenheiten aus den Anfängen unseres Vereinslebens. Nach der Verpflegung mit klassischen Beffs feierten wir bei kühlen Getränken bis in die Morgenstunden unseren runden Geburtstag!


Einige besondere Ehrungen sind noch zu erwähnen.

– Auf der JHV 2008 erhielt Heinz Heider für 40-jährige aktive Mitgliedschaft die silberne Ehrenschnur überreicht, 2010 wurde er für 30-jährige Dirigententätigkeit mit der Dirigentennadel in Gold und der Verdienstmedaille der BDMV in Gold mit Diamant ausgezeichnet.

– Auf der Mitgliederversammlung für 2011 trat Klaus Bender nach 40 aktiven Jahren ebenfalls in die Reihe der Silberschnurträger ein.

– In den Jahren von 2007 bis 2011 nahm unser Aktiver Simon Rademacher an allen Proben und Auftritten teil. Er erhielt dafür in all den Jahren den großen Ehrenbecher / ab 2009 den Ehrenkrug des Vereins.


Auf der Mitgliederversammlung am 28.01.2012 gab der 1.Vorsitzende Timo Stricker bekannt, dass er aus familiären Gründen für das Amt des 1. Vorsitzenden nicht mehr zur Verfügung stehe. Der 2.Vorsitzende Heinz Heider dankte ihm einer kurzen Laudatio für sein 6-jähriges Wirken als 1. Vorsitzender und übergab als Abschiedsgeschenk ein Trikot, das auf der Vorderseite das Wappen und den Schriftzug des Spielmannszuges trägt und auf der Rückseite an seine 6-jährige Tätigkeit als erster Vorsitzender erinnert. Zu seinem Nachfolger wurde Markus Stachelscheid gewählt.

Auch Heinz Heider hatte es schon lange angekündigt: Er beendete am 28.01.2012 aus Altersgründen seine langjährige Dirigententätigkeit. Er erhielt als Abschiedsgeschenk eine ohne sein Wissen aufgenommene CD mit einigen seiner Lieblingstücke. Eine offizielle Abschiedsfeier wurde auf den 24. März 2012 angekündigt. Zu seinem Nachfolger wurde Rüdiger Wurm gewählt. Heinz blieb dem Verein aber als Ausbilder und aktiver Musiker z.b.V. weiterhin erhalten.


Da inzwischen auch jugendliche Musiker bereits Verantwortung im Verein übernehmen (z.B. als Stimmenführer) wird wie bisher gelten:Die gute Mischung aus reifer Erfahrung und jugendlicher Frische hat einen sehr positiven Einfluß auf das Vereinsleben und wird auch weiterhin die Grundlage für eine gute musikalische Leistung des Spielmannszuges Olpe sein.

 

 

 

 

Die Zeit von 2012 bis heute

(1. Vorsitzender: Markus Stachelscheid, Dirigent: Rüdiger Wurm)


Auf der Mitgliederversammlung am 28.Januar 2012 wurde Markus Stachelscheid zum neuen ersten Vorsitzenden des Spielmannszuges gewählt. Rüdiger Wurm trat die Nachfolge von Heinz Heider im Amt des ersten Dirigenten an. Auf einem internen Kommersabend am 24.März 2012 im Speisesaal auf dem Schützenplatz wurde Heinz Heider offiziell verabschiedet und zum Ehrendirigenten ernannt.

Die neue Führungsmannschaft setzte die Arbeit mit neuen Ideen fort. Hierzu zählten das Durchführen von Probewochenenden außerhalb von Olpe mit Übernachtung, der Besuch von mindestens einem Schützenfest außer den Standardfesten im Olper Raum, das Einspielen einer CD im in ein Tonstudio umgewandelten Übungsraum, ein neuer Ablauf der Nikolausfeier und die konsequente Durchführung der Herbstwanderungen, Tagestouren und großen Touren mit interessanten Programmpunkten, Vorbereitung eines eigenen Konzertes.

Der Jugendwart Tobias Dahm führte mit der Jugendgruppe weiterhin zahlreiche außermusikalische Veranstaltungen durch, um die Jungmusiker gut in den Verein zu integrieren. 2012 ging es zum Wildwasser-Rafting nach Köln, 2013 ins Phantasialand bei Brühl, 2014 zur Kartbahn in Hattingen und zum American Diner in Essen, 2015 wurde der Warner Brothers Movie Park in Bottrop besucht und 2016 der Kletterpark in Bad Marienberg.

Im Jahre 2015 übernahm Markus Heider das Amt des 2. Dirigenten und Jörg Sondermann löste Martin Immekus als Kassierer ab. 2017 wurde Verena Noehl als neuer Jugendwart gewählt (Nach der ersten Frau im Verein ist sie nun auch die erste Frau im Vorstand des Spielmannszuges!) Der Vorstand richtete zudem zwei neue Vorstandposten ein, um die anfallenden Vorstandaufgaben besser verteilen zu können und neue Tätigkeitsfelder besser abdecken zu können. Als Beisitzer wurden von der Versammlung Jasmin Stachelscheid und Kai Themanns in den Vorstand gewählt. Kai hatte bereits im Jahre 2014 die neue Internetpräsentation erstellt und trat damit auch die Nachfolge des bisherigen Chronisten und Webmasters Heinz Heider an.

Das Repertoire wurde ständig erweitert, wobei natürlich außer schönen Märschen Konzertstücke (bearbeitet von Markus Heider) im Mittelpunkt standen. Die Vorbereitung dazu fand u.a. auf den  Probenwochenenden außerhalb von Olpe (mit Übernachtung) statt: In der Jugendherberge Neuastenberg (November 2013) und in Bad Marienberg (Februar 2016).

Einer der Höhepunkte des Jahres 2013 war das erste Probenwochenende des Spielmannszuges am 1./2. November in der Jugendherberge Winterberg-Neuastenberg. Hier wurden etliche ältere Stücke aufgefrischt und unter der Leitung von Markus Heider das Werk „Lord of the Dance“ neu einstudiert. Am Abend in der Grillhütte kamen die Kameradschaft und Geselligkeit natürlich auch nicht zu kurz.

Im November 2012 wurde auch die erste CD des Spielmannszuges eingespielt:

Am 24. und 25. November 2012 fand der zweite Teil der CD-Aufnahme statt. Der erste Teil hatte bereits ein Jahr vorher stattgefunden – ohne Wissen des damaligen Dirigenten Heinz Heider. Er erhielt die ersten Aufnahmen als Überraschung bei seiner Verabschiedung im März. Am Feitag, dem 23.11. wurde nach der Probe der Übungsraum bereits in ein Tonstudio umgewandelt. Siegfried Schweighöfer hatte seine Anlage mit dem ganzen Equipment zur Verfügung gestellt. Samstagmittag ging es dann los. Zuerst wurde noch an allen Stücken etwas geprobt und dann begann jeweils die Aufnahme in mehreren Durchgängen. Für die musikalische Durchführung war vor allem Markus Heider verantwortlich. Nach getaner Arbeit gab es ein kleines Abendessen und einen gemütlichen Ausklang. Während der Aufnahme herrschte Alkoholverbot! Und am Sonntagmorgen ging es um 11 Uhr dann weiter, bis alle Stücke „im Kasten“ waren. Die Nachbereitung in Tonstudio von Siggi wurde dann im Januar von Markus und Siggi vorgenommen. Die CD wurde auf der Mitgliederversammlung am 25. Januar 2013 offiziell vorgestellt. Im Jahre 2014 wurden weitere Stücke eingespielt.

Die einstudierten Werke aus den unterschiedlichsten Stilrichtungen wurden zu den traditionellen Anlässen und bei neuen Auftritten vorgetragen:

  • Die Schützenfeste in Frenkhausen, Berlinghausen, Altenkleusheim, Olpe, Rehringhausen und Rüblinghausen werden weiterhin regelmäßig besucht. Neu dazu kamen die Schützenfeste in Saßmicke (ab 2013) und Bleche (ab 2014). Einmalig spielten wir auf den Schützenfesten Marienheide (2015) und Grevenbrück (2016). Außer unseren musikalischen Fähigkeiten waren 2014 beim Bürgerschützenfest in Neuss auch unsere formalen Qualitäten gefragt – vor allem bei der großen Königsparade, die live im Fernsehen übertragen wurde. Besonders zu erwähnen ist auch das Schützenfest 2015 in Rüblinghausen, als unser Aktiver Christian Heuel dort Schützenkönig wurde.
  • Die musikalische Gestaltung der traditionellen Ordensübergabe des Olper Schützenkönigs an Fronleichnam auf dem „Ümmerich“ ist nach wie vor ein angenehmer Auftritt. Am 24.Juni 2012 nahmen wir an der Veranstlatung zur Verleihung des Sebastianusordens an Paul Imhäuser in der Olper Stadthalle teil.
  • Beim Kreisschützenfest in Altenhundem (2012) und Helden (2015) war der Spielmannszug Olpe musikalisch ebenfalls aktiv dabei.
  • Die Bundesschützenfeste des Sauerländer Schützenbundes in Rüblinghausen (2013) und Bad Westernkotten (2016) sowie das Europaschützenfest in Peine (2015) waren wieder gelungene Großereignisse.
  • Die Verbindungen zu anderen Spielmannszügen wurden natürlich ebenfalls aufrechterhalten, wie die Freundschaftstreffen in Ottfingen (2013) und Dünschede (2014) zeigen.
  • Die Teilnahme am Kreismusikfest des Kreismusikverbandes in Bilstein (2013) war selbstverständlich eine sehr angenehme „Pflichtaufgabe“.
  • Der „Große Zapfenstreich“ zeigte einmal mehr die „Show“-Stärke und die musikalische Qualität unseres Vereins, aufgeführt beim Jubiläumsschützenfest in Frenkhausen (2012), beim Bundesschützenfest in Rüblinghausen (2013) bei der Verabschiedung von Bürgermeister Horst Müller in Olpe (2015) und bei der Verabschiedung von Bürgermeister Theo Hilchenbach in Drolshagen (2015).
  • Karnevalsauftritte gehören zum normalen Programm: Der „Altweiber-Umzug“ in Drolshagen (seit 1988) und der „Veddelszoch“ in Köln-Höhenhaus am Karnevalssonntag (seit 1990).
  • Im Jahre 2014 gaben wir ein Konzert für die Belegschaft der Firma Schell in Olpe.
  • Die Ehrung von aktiven und passiven Mitgliedern durch ein Ständchen bei besonderen Anlässen ist nach wie vor eine Selbstverständlichkeit. Besonders zu erwähnen ist das Geburtstagsständchen zum 90. Geburtstag unseres Vereinsgründers Rudi Hundt am 7.Dezember 2012 im Gerberweg in Olpe.

Natürlich wurden und werden auch Kameradschaft und Geselligkeit im Verein nachhaltig gepflegt:

  • Die drei-/viertägigen Ausflüge nach sorgten für den kameradschaftlichen Zusammenhalt. 2012 besuchte der Verein Stuttgart und die Cannstatter Wasen, 2014 ging es nach Fürth und Nürnberg. Im Jahre 2016 besuchten wir das Bürgerfest zur Deutschen Einheit in Dresden, verbunden mit Stadtführungen in Erfurt und Dresden, dem Besuch von Schloß Pillnitz, der Bastei, der Festung Königsstein sowie einem Rundgang auf dem Gelände des ehemaligen KZ Buchenwald.
  • Die Tagestour führte uns 2013 nach Köln und enthielt eine schöne Brauhauswanderung op Kölsch. 2015 ging es nach Wetzlar zum Kanufahren auf der Lahn – für alle ein durchaus feuchtes Vergnügen. Die Fahrten mit Partnern/Partnerinnen entschädigen alle für den großen Einsatz vor allem während der Schützenfestsaison. Die Geselligkeit stand auch 2012 im Mittelpunkt einer Fahrt nach Köln zum „Räuber live – Sommer Open Air Konzert“, das die Karnevalsgesellschaft „Naaksühle“ ausrichtete, ebenso wie die Prunksitzung der KG „Naaksühle“ in Köln am 15.Februar 2014.
  • Die jährliche Weihnachtsfeier mit dem Besuch des Nikolaus (für die Kleinen) und das Ostereiersuchen bringen die ganze Vereinsfamilie zusammen. Seit 2012 geht es bei der Weihnachtsfeier nach dem Abendessen mit Glühwein an ein Lagerfeuer (auf dem oft eingeschneiten Tanzboden). Hier wird – nach einer entsprechenden Abstimmung – für besonders gute Leistungen dann die „Goldene Note“ an einen Aktiven vergeben.
  • Die seit dem Jahr 2000 durchgeführten Herbstwanderungen sind endgültig zur Tradition geworden und fördern Kameradschaft und Geselligkeit der gesamten Vereinsfamilie: 2012 ging es zur SGV-Hütte in der Rhonard und zum Abschluss in die (heute leider nicht mehr existente) Gaststätte „Zur Möhne“ in der Felmicke. 2013 endete die Wanderung durch die Olper Wälder im Übungsraum zu einem zünftigen Oktoberfest. 2014 führte die Tour an die Bigge und der Abschluss fand im Dorfhaus in Griesemert statt. 2015 war das Ziel Antek’s Scheune in Sondern und 2016 Jokel’s Saloon in Altenkleusheim

Leider muss die Chronik auch wieder traurige Ereignisse berichten: => Nachruf
Wir trauern um unseren Vereinsgründer und Ehrentambourmajor Rudi Hundt, der am 11.Februar 2013 im Alter von 90 Jahren verstorben ist. Am 23. August 2013 folgte ihm mit Walter Vierschilling ein weiterer „Mann der ersten Stunde“. Am 14.April 2016 verstarb nach langer Krankheit unser langjähriger Flötist Alois Schneider (Träger der silbernen Ehrenschnur).

Am 28. Januar 2014 verstarb nach nur kurzer Krankheit plötzlich und unerwartet unser aktiver Kamerad Klaus Bender. Die Trauerparade am 6. Februar 2014 war mit das Ergreifendste in der langjährigen Chronik: Anmarsch mit Begleitschlägen, Trauerfeier, Choral für Flöte und Trommel, Trauerparade mit Trommelklang, Kameradenlied für Flöte und kleine Trommel.

Wir werden ihnen ein ehrendes Andenken bewahren!

Zwei besondere Ereignisse der letzten Jahre sind noch sehr erwähnenswert:

  • Seit 2014 übernehmen einige Aktive wieder das „Beiern“ am Vorabend (19.Januar) des Festes St. Sebastianus. Unter Beiern versteht man „das manuelle Anschlagen von unbewegt hängenden Glocken in örtlich überlieferten fest­ge­leg­ten Rhythmen. Dies steht im Gegensatz zum herkömmlichen Läuten der Glocke durch Schwingen….“. Das Beiern ist in Olpe eine sehr alte Tradition, die leider seit 1950 nicht mehr gepflegt wurde. Unter der Leitung von Martin Immekus (Organisation) und Markus Heider (Musik) betätigen sich seitdem einige Aktive als „Glöckner“. Mit den vier Glocken der St. Martinuskirche lassen sich z.B. das Hauptmotiv des Olper Schützfestliedes und „“Merrily We Roll Along“ spielen.
  • Am 27.November 2016 gab der Spielmannszug Olpe sein erstes eigenes Konzert – als Adventskonzert in der Hl.-Geist-Kirche in Olpe. Nach intensiver Vorbereitung durch Markus Heider zogen die Musiker unter der Leitung von Rüdiger Wurm und Markus Heider im wahrsten Sinne des Wortes alle Register ihres Könnens. „Adventskonzert – mal anders“ begeisterte nicht nur die Musiker, sondern auch die Gäste in der übervoll besetzten Kirche. Es gab (natürlich) Märsche, Adventslieder, Spielmannsmusik mit Gesang und mit Orgel und ausgefallene Konzertstücke.

 

Da inzwischen auch jugendliche Musiker bereits Verantwortung im Verein übernehmen (z.B. als Stimmenführer) wird wie bisher gelten:Die gute Mischung aus reifer Erfahrung und jugendlicher Frische hat einen sehr positiven Einfluß auf das Vereinsleben und wird auch weiterhin die Grundlage für eine gute musikalische Leistung des Spielmannszuges Olpe sein.